Dread Disease – Schwere Krankheiten (Vorsorge)
Die meisten Menschen bringen ausschließlich die Berufsunfähigkeitsversicherung mit der Absicherung ihrer Arbeitskraft in direkte Verbindung. Gerade bei Selbstständigen und überwiegend kaufmännisch tätigen Personen gibt es wichtige Aspekte, die eine Alternative namens "Dread Disease" bei richtiger Anwendung zu einer meist sinnvolleren Absicherung macht.
Selbstständige werden im Falle der Berufsunfähigkeit gezwungen, ihr Unternehmen so "umzuorganisieren", dass sie selber nur noch (leichte) Tätigkeiten ausführen, die sie trotz ihrer Erkrankung noch bewältigen können, wenn ihnen die Umorganisation finanziell zumutbar ist. So kann es sein, dass ein Handwerksmeister, der immer gerne auf der Baustelle arbeitete, nach einem Bandscheibenvorfall für den handwerklichen Bereich einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen muss, um selber nur noch kaufmännische Tätigkeiten (z. B. Angebote erstellen, Materialeinkauf etc.) auszuführen, was wiederum mit seinem Bandscheibenleiden möglich ist. Die Versicherung zahlt keine BU-Rente, wenn ihm diese Umstrukturierung zumutbar ist.
Für Kaufleute mit z. B. überwiegend sitzender Tätigkeit stehen meist psychische Erkrankungen oder Probleme mit dem Stütz - und Bewegungsapparat an der Spitze, wenn es um die Ursachen für den Verlust ihrer Arbeitskraft geht. Die genannten Hauptursachen führen bei dieser Berufssparte jedoch zwangsläufig zur Erwerbsunfähigkeit, da logischerweise keine andere Tätigkeit mehr ausgeführt werden kann wenn Schreibtischarbeiten nicht mehr möglich sind. Somit würde eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eigentlich ausreichen.
ABER: Viele Selbstständige und auch die meisten kaufmännisch tätigen Personen sind oft Stresssituationen ausgesetzt, haben beruflich mangels Bewegung kaum die Möglichkeit, ihren Stress abzubauen und zählen daher zur Risikogruppe für schwere Krankheiten. Gerade Krebs und Herzinfarkt zählen zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen.
Was passiert, wenn z. B. ein Bürokaufmann einen Herzinfarkt überstanden hat? Ist er dann berufsunfähig? Klare Antwort in den meisten Fällen: NEIN, nur bei besonders schwerwiegenden Erkrankungen – dann jedoch ist er erwerbsunfähig. Er muss weiterhin arbeiten, damit er und seine Familie finanziell über die Runden kommen. Keine BU-Rente, keine Lebensumstellung, Vollzeit im selben Beruf, Stress... Der zweite Herzinfarkt mit deutlich geringeren Überlebenschancen steht vor der Tür. Das gleiche Beispiel gilt auch bei vielen, weiteren, schweren Erkrankungen.
Dread Disease bezeichnet die finanzielle Vorsorge im Falle einer oder mehrerer schwerer Krankheiten.
Bei Eintritt einer von bis zu 46 schweren Krankheiten erhält der Versicherte die vereinbarte Summe in einem Betrag ausbezahlt. Mit dem Geld kann der Erkrankte sich z.B. durch einen Entnahmeplan eine monatliche "Rente" ausbezahlen oder seine Genesung durch bessere medizinische Versorgung unterstützen. In jedem Fall hat er die Möglichkeit, kürzer zu treten, seine Lebensweise umzustellen, damit weitere, stressbedingte Erkrankungen ausbleiben. Im sinnvollen Paket mit 100.000 Euro bei Erwerbsunfähigkeit kosten 100.000 Euro Dread Disease Versicherungssumme für einen 30-jährigen Nichtraucher bis zum 60. Lebensjahr aktuell knapp 53 Euro im Monat.
Dieser unglaublich niedrige Beitrag ist nur durch den Einsatz von Investmentfonds realisierbar.
Die Schwere Krankheiten Vorsorge kann auch mit einer BU-Versicherung kombiniert werden, was sich besonders für selbständige Handwerker eignet.
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