Inflationswahrheit Teil II
> Oder: Die Millionen-Renten-Lücke
Zeitschrift FAZ vom 5.11.2011 schreibt:
"Die Vermögensfrage: Abgaben und Inflation sind Gift beim Aufbau der Altersvorsorge
Die private Altersvorsorge ist in Zeiten geringer Zinsen, hoher Risiken und offener Inflation eine Rechnung mit großen Zahlen. Wer jetzt nicht die Altersvorsorge, sondern den Konsum ankurbelt, dann kann es im Ruhestand lange Gesichter geben. Das wird in folgenden Zahlen deutlich. Wer heute 50 Jahre alt ist, kann und sollte damit rechnen, noch 30 bis 40 Jahre zu leben. Wird der Mittelwert von 35 Jahren ins Auge gefasst und soll ab dem 65. Geburtstag eine Monatsrente von 5000 Euro zur Verfügung stehen, sind in der Summe 1,2 Millionen Euro nötig. Das müssen sogar Anwälte, die von Hause aus mit den Grundrechenarten eher auf Kriegsfuß stehen, zweifelsfrei anerkennen. Das ist saumäßig viel Geld, wie der Schwabe zu sagen pflegt. Kommt die Inflation ins Spiel, wird die Sache heftig. Bei einer jährlichen Entwertung von 3 Prozent steigt die Summe der Renten - das ist kein Scherz - auf 2,5 Millionen Euro, so dass auch Friesen, von Natur aus eher ruhige Zeitgenossen, schon mal in Wallung geraten. Mutlosigkeit ist eine schlechte Lösung.
Mit Hilfe von Zinsen und Zinseszinsen wird die Geschichte erträglicher. Trotzdem geht sie ins Geld beziehungsweise unter die Haut. Bei einem jährlichen Anlagezins von 3 Prozent nach Steuern und ohne Inflation werden in 15 Jahren lediglich 907.000 Euro benötigt, und bei einer Entwertung von 3 Prozent werden es schätzungsweise 1,84 Millionen Euro sein. Folglich kostet der Geldschwund der Altersvorsorge ungefähr 937.000 Euro, so dass es kein Wunder ist, wenn einzelne Anleger die Flinte gleich ins Korn werfen.
Mutlosigkeit ist für den Aufbau der Altersversorgung freilich die schlechteste Lösung.
Da leisten Arbeiten und Sparen bessere Dienste. Anleger haben je nach Beruf und Motivation nach dem 50. Geburtstag noch 10 bis 20 Arbeitsjahre vor sich. Bei einer Spardauer von 15 Jahren, einem jährlichen Anlagezins von 3 Prozent nach Steuern und ohne Inflation sind 180 Raten je 4000 Euro nötig, um 907.000 Euro zu erreichen.
Bei einem Ziel von 1,84 Millionen Euro sind es 180 Raten je 6665
Euro, die jedes Jahr um 3 Prozent steigen. Die Zahlen sind ohne Zweifel harte Kost, doch wer diese Rente wünscht, muss den Preis bezahlen. Sonst gibt es nur die üblichen Alternativen: Lebenszeit verkürzen, Anlagezins erhöhen oder Rentenansprüche senken."
Fazit: Nutzen auch Sie unseren DWB
Fachvortrag "Der Weg zum Wohlstand" - dort werden Ihnen auch das gezeigt, was Ihnen Banken und Versicherungen nicht erzählen wollen - mehr
Info.
Nut mir Sachwerten kann man sich vor Altersarmut schützen!
"Der Staat und die Enteignung der Sparer. Weil die Inflation einer der perfidesten Formen der Enteignung der kleinen Sparer ohne Sachwerte ist." Zitat Kanzlerin Merkel am 29.11.2007 in der Financial Times
